Freiberufliches Ingenieurbüro
Leistung im Detail

Bauen im Bestand — wo keine Pläne mehr stimmen.

Im Bestand gibt es keine grüne Wiese. Es gibt Bausubstanz, die anders ist als die Zeichnung, Nutzer die bleiben wollen, und Überraschungen hinter jeder geöffneten Wand.

Was Bauen im Bestand anders macht

Beim Neubau ist die Reihenfolge bekannt. Im Bestand entscheidet sich vieles erst, wenn geöffnet wird – und dann muss schnell entschieden werden, ohne die Kosten aus der Hand zu geben. Das verlangt eine Bauleitung, die Varianten vorbereitet, statt jede Feststellung zum Baustopp werden zu lassen.

Dazu kommt der laufende Betrieb. Mieter, Beschäftigte oder Kunden bleiben im Gebäude. Staub, Lärm, Sperrungen und Erreichbarkeit sind dann keine Nebensache, sondern Teil der Planung.

01

Bestands­aufnahme

Aufnahme dessen, was wirklich vorhanden ist – Bauart, Aufbauten, Leitungsführungen – und Abgleich mit den vorhandenen Unterlagen.

02

Laufender Betrieb

Abschnittsbildung, Provisorien und Zeitfenster so geplant, dass Nutzung und Baustelle nebeneinander funktionieren.

03

Schadstoffe

Rechtzeitiges Erkennen von Verdachtsmomenten und Einbindung der Fachfirmen, bevor unkontrolliert ausgebaut wird.

04

Schnittstellen Alt/Neu

Anschlüsse zwischen Bestand und Neubauteil geplant und überwacht – genau dort entstehen die späteren Schäden.

05

Entscheidungen unter Zeitdruck

Vorbereitete Varianten mit Kosten- und Terminfolge, wenn beim Öffnen etwas anderes zum Vorschein kommt als erwartet.

06

Realistische Puffer

Ehrlicher Umgang mit Unwägbarkeiten statt einer Planung, die nur bei Idealverlauf aufgeht.

Typische Vorhaben

  • Modernisierung von Wohngebäuden mit verbleibenden Mietern
  • Umbau und Erweiterung von Gewerbe- und Verwaltungsgebäuden im laufenden Betrieb
  • Instandsetzung nach Schäden durch Feuchte, Wasser oder Brand
  • Umnutzung von Flächen mit geänderten Anforderungen an Brandschutz und Haustechnik

Wo ein Vorhaben oft wirklich beginnt

Steht am Anfang die Frage, wie tragfähig die Substanz überhaupt noch ist, beginnt das Projekt nicht mit der Bauleitung, sondern eine Stufe davor – mit einer Bauzustandsanalyse. Erst wenn der Zustand erfasst ist, lässt sich sinnvoll planen, was gemacht wird und in welcher Reihenfolge.

Was die Begleitung kostet

Die Abrechnung erfolgt wie bei der Bauleitung nach HOAI oder als Pauschale, abhängig von Umfang und Dauer. Bei Bestandsvorhaben ist der Anteil an Vorbereitung und Abstimmung höher als beim Neubau – das gehört in die Kalkulation und nicht in spätere Nachträge.

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