Was die Analyse liefert
Am Anfang steht die Begehung des Objekts. Ich erfasse die sichtbaren Schäden an tragenden und aussteifenden Bauteilen aus Beton und Stahl, ordne sie nach Art und Ausmaß und halte sie fotografisch und zeichnerisch fest. Aus dieser Aufnahme wird eine Bewertung: welche Schäden die Standsicherheit berühren, welche die Dauerhaftigkeit angreifen und welche rein optisch sind.
Das Ergebnis ist kein Ordner voller Fotos, sondern eine Entscheidungsgrundlage – mit einer Reihenfolge, die sich an Dringlichkeit und Wirtschaftlichkeit orientiert.
Bestandsaufnahme
Begehung und Sichtprüfung der zugänglichen Bauteile, Aufnahme von Bauart und Geometrie, Sichtung vorhandener Unterlagen und Vorschäden.
Schadenskartierung
Lage, Art und Ausdehnung der Schäden werden systematisch erfasst und den einzelnen Bauteilen zugeordnet – nachvollziehbar statt stichprobenhaft.
Bewertung
Einordnung jedes Befunds nach Dringlichkeit: sofort handeln, mittelfristig einplanen oder unter Beobachtung halten.
Ursachenbetrachtung
Einschätzung, woher die Schäden kommen – Feuchteeintrag, Karbonatisierung, Bewehrungskorrosion, Bewegungen im Tragwerk oder Ausführungsfehler.
Instandsetzungskonzept
Welche Verfahren für die festgestellten Schäden in Frage kommen, mit welchem Aufwand und unter welchen Randbedingungen sie ausführbar sind.
Maßnahmenfahrplan
Reihenfolge und Zeitachse der Maßnahmen mit grobem Kostenrahmen – als Grundlage für Budgetierung und Ausschreibung.
Wann sie sich lohnt
- Vor dem Ankauf einer Bestandsimmobilie, wenn der Zustand der Tragstruktur den Preis mitbestimmt
- Bei Rissbildung, Betonabplatzungen oder freiliegender Bewehrung an Decken, Stützen oder Fassadenbauteilen
- In Tiefgaragen und Parkdecks, wo Tausalze die Bewehrung über Jahre angreifen
- An Stahlkonstruktionen mit Korrosionserscheinungen an Knotenpunkten, Auflagern und Anschlüssen
- Wenn ein Sanierungsbudget aufgestellt werden muss, aber unklar ist, was zuerst drankommt
- Wenn Eigentümer den Zustand dokumentiert haben wollen, um ihrer Verkehrssicherungspflicht nachzukommen
Wie der Ablauf aussieht
Nach einer kurzen Beschreibung des Objekts stimmen wir ab, was betrachtet werden soll. Es folgt der Ortstermin – je nach Größe und Zugänglichkeit ein halber bis ganzer Tag. Danach werte ich aus und erstelle den Bericht. Zum Abschluss gehen wir die Befunde gemeinsam durch, damit die Empfehlungen nicht nur auf dem Papier stehen, sondern auch tragen.
Was Sie bekommen
- Schriftlicher Bericht mit Fotodokumentation der Befunde
- Schadenskartierung je Bauteil, mit Zuordnung und Ausdehnung
- Bewertung nach Dringlichkeit in drei Stufen
- Instandsetzungskonzept mit den in Frage kommenden Verfahren
- Maßnahmenfahrplan mit Reihenfolge, Zeitachse und grobem Kostenrahmen
Was nicht Bestandteil ist
Ich arbeite mit dem, was sich vor Ort sehen und aufnehmen lässt. Wo weitergehende Aussagen nötig sind, wird das benannt statt geschätzt: Materialuntersuchungen wie Karbonatisierungstiefe, Chloridgehalt oder Haftzugfestigkeit sowie zerstörungsfreie Prüfverfahren laufen über Partnerlabore und werden gesondert beauftragt.
Rechnerische Nachweise zur Standsicherheit gehören zum Tragwerksplaner. Ergibt die Aufnahme entsprechende Befunde, sage ich das deutlich und binde einen ein – statt eine Einschätzung abzugeben, die die Sache nicht hergibt.
Was die Analyse kostet
Das Honorar richtet sich nach Objektgröße, Zugänglichkeit der Bauteile und gewünschter Auswertungstiefe – als Pauschale oder nach Aufwand. Eine kurze Beschreibung des Objekts und ein paar Fotos genügen meist, um den Rahmen schon im Erstgespräch abzustecken.